Die Autorin führt sie mit diesem Buch in die Abgründe der menschlichen Psyche. Sie bringt ihre Leser in eine Welt , die von einem „normalen Gehirn“ nicht nachvollzogen werden kann. Gleichzeitig gibt sie einen Einblick in die Gefahren, denen unsere Kinder leider sehr häufig ausgesetzt sind. Der “Rohrschach” Test. Dafür wird ein Tintenklecks auf ein Blatt Papier aufgetragen, welches dann gefaltet und wieder geöffnet wird und ein Zufallsbild entsteht. Ein Klecksbild, welches aus einem Blutstropfen entstanden ist, bringt die Kinderpsychologin Jessica Benson auf eine heiße Spur. Gemeinsam mit ihrem Freund, dem Kriminalhauptkommissar David Peters, stoßen sie auf ein pädophiles Treiben, welches viele in Angst und Schrecken versetzt. Eine Jagd nach dem Täter beginnt und bringt immer neue und schrecklichere Dinge ans Tageslicht . Dieser Thriller führt Sie in die dunklen Abgründe von kranken Charakteren.

 

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Auszug
Bei Dämmerlicht saß er in seinem Schreibtischsessel und starrte auf den PC-Bildschirm.
Seine Erregung steigerte sich mit jedem weiteren Bild der nackten Jungenkörper, das er betrachtete. Sein Verlangen, einen seiner Jungen zu berühren und sein Glied in ihn einzuführen, wurde immer größer. Er stand auf Jungen, je jünger, desto besser. Bisher hatte es ihm gereicht, wenn seine Gegenüber seinen erigierten Penis bis zum Orgasmus in der Hand hielten, aber nun suchte er den Höhepunkt durch drastischere Mittel. Ihm war aber bewusst, dass einige seiner „Gespielen“ dies nicht ohne Weiteres mit sich machen ließen, da sie jetzt schon aufmuckten und ihm wohl nicht mehr lange zur Verfügung standen. Er musste damit rechnen, dass sie sich zur Wehr setzten, je älter sie wurden. Frischfleisch musste her und er wusste auch schon, wo er es sich beschaffen konnte.
Allein die Vorstellung einen Jungen derart zu missbrauchen und die Fotos vom PC reichten dieses Mal zum Orgasmus.
Es war knapp, denn kurz nachdem er fertig war, rief seine Frau aus der Küche, dass er zum Abendessen kommen sollte. Vorsorglich hatte er zwar seine Tür zum Arbeitszimmer abgeschlossen, aber nun brauchte er für seine Frau keine Ausrede erfinden, warum er sich eingeschlossen hatte. Schnell schaltete er den PC aus, zog seine Hosen hoch und ging ganz entspannt in die Küche.
Bald fuhr seine Frau für drei Wochen zu ihren Eltern und dann konnte er seinen abartigen Trieb ungestört ausleben.
Er hatte es auf ein ganz bestimmtes Kind abgesehen, das er schon mehrere Tage beobachtete, wenn er von der Arbeit nach Hause kam. Dieser kleine Junge wohnte in der Nachbarschaft und er hatte ihn auch schon angesprochen, um langsam einen Kontakt aufzubauen.
Er wusste ganz genau, wann und wo sich eine Gelegenheit bot, sich dem Kleinen unauffällig zu nähern.
Am nächsten Morgen wurde Jessica von Tina über die bevorstehenden Termine informiert:
„Sie haben heute einen Auswärtstermin in der Grundschule am Ginsterberg. Rektor Hallmann bat um Ihren Besuch. Da die Familie Bosse abgesagt hat, habe ich ihm gleich den freigewordenen Termin um 15.00 Uhr genannt. Ich hoffe, es ist Ihnen recht?“
„Ja klar, Tina, kein Problem. Hat Rektor Hallmann gesagt, um was es geht?“
„Nur, dass er mit Ihnen über einen Schüler sprechen möchte, weiter nichts. Da Bosses die letzten Klienten für heute waren, brauchen Sie auch hinterher nicht zurück ins Büro kommen.“
„Gut Tina, dann weiß ich Bescheid.“
Jessica ging in ihr Zimmer und setzte sich hinter ihren Schreibtisch. Hier bereitete sie sich auf den ersten Besuch dieses Tages vor.
Pünktlich um 15.00 Uhr betrat Jessica das Zimmer von Rektor Hallmann.
Dieser kam nach einer kurzen Begrüßung auch gleich zum Thema und Jessica spürte seine Anspannung, als er ihr von Jonas berichtete.
„Jonas war immer ein liebenswerter, höflicher Junge, dessen Leistungen stets auf normalem Niveau lagen. Er ist nicht ganz so entwickelt wie seine Mitschüler und wäre wohl eher der Norm eines Achtjährigen zuzuordnen, weil er zart und etwas feminin wirkt. Geistig allerdings wird er allen Anforderungen gerecht.
Nun ja, Jonas hat sich innerhalb der letzten Monate dahingehend verändert, dass er sich selbst ausschließt, jeglichen Kontakt zu Mitschülern meidet und im Unterricht unkonzentriert, unaufmerksam, fast schon abwesend ist, was sich letztendlich auf seine Noten auswirkt. Uns kommt es vor, als hätte er sich in ein Schneckenhaus verkrochen. Lehrer haben mit ihm gesprochen, kamen aber nicht an ihn heran. Ein Gespräch mit seinen Eltern ergab, dass er auch daheim verschlossener geworden ist. Seine Mutter äußerte sogar, dass sie den Eindruck hatte, er suche mehr denn je ihre Nähe. So hatte er sich nicht einmal als Kleinkind verhalten. Sie, Frau Benson, sind unsere letzte Hoffnung. Bitte sprechen Sie einmal mit Jonas.“
Jessica erkannte, dass Jonas wirklich Hilfe brauchte und wollte darum auch nicht zu lange auf das Gespräch mit ihm warten. Darum sagte sie:
„Herr Hallmann, heute Nachmittag habe ich keine Termine mehr, hätte also durchaus Zeit, mit Jonas zu reden. Meinen Sie es wäre möglich, dass ich zu ihm nach Hause fahren könnte? Dann wäre zumindest seine Mutter dabei und er befände sich im gewohnten Umfeld. Für den ersten Kontakt wäre dies ideal. Könnten Sie vielleicht mal anrufen und nachfragen?“
„Wenn Sie das machen würden, wäre prima. Damit hätte ich jetzt gar nicht gerechnet. Selbstverständlich rufe ich gleich bei Kochs an.“
Rektor Hallmann hatte Glück, Kochs waren daheim und sofort mit Jessicas Besuch einverstanden.
Gleich machte Jessica sich auf den Weg.
„Danke, dass Sie vorbeikommen und unserem Sohn helfen wollen“, wurde Jessica von Herrn Koch empfangen. Nachdem auch Frau Koch sie begrüßt hatte, suchte Jessica zunächst das Gespräch mit den Eltern, bevor Jonas dazu geholt wurde.
Von ihnen ließ sie sich schildern, inwiefern Jonas sich ihnen gegenüber verändert hat und was am Auffälligsten war.
Die Aussagen waren fast identisch mit den Ausführungen von Rektor Hallmann. Auch daheim wurde Jonas immer verschlossener, redete kaum noch und zeigte auch keinerlei Interesse an gemeinsamen Aktivitäten. Die Eltern wirkten verzweifelt und wussten sich keinen Rat mehr. Sie hatten den Eindruck, dass es immer schlimmer wurde, sobald sie ihn nach dem Grund seiner Lustlosigkeit fragten.
Jessica wurde bewusst, dass es sich hier um ein größeres Problem handelte dem sie auf den Grund gehen musste.
© JO Heldt