Für die Autorinnen Heidi Dahlsen, Christine Erdic, Britta Kummer und Karin Pfolz ist ein Kinderlachen das schönste Geschenk, aber sie wissen auch, dass dies schnell getrübt sein kann.
In diesem Buch finden sich liebevoll erzählte Geschichten die Kindern in schwierigen Situationen Mut machen können. Wie wichtig Freundschaft und Kameradschaft ist und das Erkennen von Gefahren, aber auch den eigenen Wert sehen und den Mut zum Helfen zu haben, sind Themen dieses Werkes.
Witzige, aber auch gefühlvolle Erlebnisse aus dem Leben, für Kinder die mutig und selbstsicher im Leben stehen wollen.

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Auszug aus: Max
Max drehte sich im Bett von einer Seite auf die andere. Er konnte einfach nicht einschlafen, so wie jede Nacht. Mit Grauen dachte er an den nächsten Schultag, denn dann würde sicher wieder alles von vorne losgehen.
Der Junge war ein kleines Pummelchen und somit ein beliebtes Ziel seiner Mitschüler. Er war nicht gut in Sport und auch seine Schulleistung war nicht gerade vorzeigewürdig. Sprüche wie „Du kleines dickes Schweinchen“ oder „Du bist einfach zu dumm für diese Welt“ waren noch die harmlosesten Worte, die er sich immer anhören musste.
So auch am nächsten Tag in der Schule. Er war der Verzweiflung nah, als er in der Pause wieder unablässig gehänselt wurde. Er traute sich nicht, sich zu wehren, da fast seine ganze Klasse, angestachelt von dem Anführer, auf ihm herumhackte. In der Gruppe waren sie stark und Max somit ein gefundenes Fressen für sie. Er hatte jeglichen Mut verloren und ließ alles über sich ergehen. Was sollte er allein auch gegen so eine Meute machen?
Aber heute war es schlimmer als sonst, sogar die Lehrer ignorierten dieses Spektakel und sahen einfach weg. Mit Tränen in den Augen rannte er vom Schulhof Richtung Park, der direkt an das Schulgelände grenzte. Die anderen Kinder riefen ihm hinterher und grölten. Schließlich hatten sie es wieder einmal geschafft, ihn an den Rand der Verzweiflung zu bringen und waren mächtig stolz darauf. Er war halt die Witzfigur der ganzen Schule und musste damit leben, ob er das wollte oder nicht.
Aber heute war es schlimmer als sonst, sogar die Lehrer ignorierten dieses Spektakel und sahen einfach weg. Mit Tränen in den Augen rannte er vom Schulhof Richtung Park, der direkt an das Schulgelände grenzte. Die anderen Kinder riefen ihm hinterher und grölten. Schließlich hatten sie es wieder einmal geschafft, ihn an den Rand der Verzweiflung zu bringen und waren mächtig stolz darauf. Er war halt die Witzfigur der ganzen Schule und musste damit leben, ob er das wollte oder nicht.
„Kann ich dir helfen? Was ist denn passiert?“, fragte sie besorgt, aber Max drehte einfach nur den Kopf zur Seite und schaute weg. Ihm war das alles so peinlich. Am liebsten hätte er sich in Luft aufgelöst. Kurzentschlossen setzte sich die Frau neben ihn. Als sie versuchte, seine Hand zu nehmen, sprang er panisch auf und lief in Richtung Schule. Wieder trat er die Flucht an. Dass die Oma ihm nur helfen wollte, kam ihm nicht in den Sinn. „Armer Junge“, dachte sie, schaute ihm noch kurz hinterher und setzte ihren Spaziergang fort.
Kurz vor dem Schulhof hielt Max kurz inne und wischte sich die Tränen ab. Die Pause war gerade erst zu Ende. Er kam also noch pünktlich zum Unterricht. Warum er überhaupt zurückgegangen war, verstand er selbst nicht so richtig. Aber auf diesen zusätzlichen Ärger konnte er gut und gerne verzichten. Schließlich hatte er auch so genug Probleme, die er verarbeiten musste.
Am nächsten Tag wurde eine neue Lehrerin vorgestellt. Max war sofort begeistert von ihr. Das lag auch daran, dass sie sofort dazwischen ging, als der Klassenclown Uwe sich wieder lautstark über ihn lustig machte. Er war der Sohn des Bürgermeisters und hatte Narrenfreiheit bei den anderen Lehrern, schließlich steuerte sein Papa der Schule immer genug Geld bei. Dies schien jedoch Frau Sommer völlig egal zu sein. Das erste Mal in seinem Leben wurde Uwe in seine Schranken gewiesen und Max genoss das in vollen Zügen. Sollte es doch noch Wunder geben?
Am nächsten Tag stellte Frau Sommer ein neues Projekt vor. Die Klasse sollte eine Woche ein Praktikum in einem Tierheim machen. Jeder bekam einen Hund anvertraut und musste sich alleine um ihn kümmern. Als Max das hörte schluckte er.
„Hey Max! Pass bloß auf, dass du nicht als Mahlzeit dienst. Nicht, dass der Köter dich verspeist. So viel Speck, wie an dir dran ist, bekommen die bestimmt nicht jeden Tag vorgesetzt“, prustete Uwe los und die ganze Klasse lachte …
© Britta Kummer