„Aaaahhhh, verdammt! Warum müssen diese Dinger immer so laut sein?“ Florentino war wieder mal erschrocken, als der Rauchmelder seinen Dienst versah und lospiepste, weil Markus das Frühstück auf dem Herd vergessen hatte. Die Feuerwehrmaus – wie immer sehr neugierig – geht zusammen mit Markus der Frage nach, wie ein Rauchmelder funktioniert.
Aber wie schützt man eine Schule oder ein Krankenhaus? Denn da wäre ein einzelner Rauchmelder nicht ausreichend. Hier schaffte eine elektronische Brandmeldeanlage Abhilfe. Für Markus schon bekannt, aber für die kleine Maus absolutes Neuland. Hier kommt Theo, ein Freund von Markus, ins Spiel, der den beiden eine solche Anlage und ihre Bauteile ganz genau erklärt.
Ein spannendes Buch für wissensinteressierte Kinder über Brandschutz, Feuerwehren und vor allem – dem richtigen Umgang mit Feuer.

 

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Alarm
Es war ein schöner, warmer und frühlingshafter Morgen. Markus deckte auf dem Balkon den Frühstückstisch, während Florentino noch tief und fest schlief. Als er gerade mit dem Vorbereiten fertig war und zurück in die Küche gehen wollte, um nach dem Spiegelei zu schauen, klingelte das Telefon. Das führte dazu, dass Markus die Pfanne auf dem noch eingeschalteten Herd vergaß. Er unterhielt sich angeregt mit einem Arbeitskollegen, während sich in der Küche allmählich starker Rauch entwickelte. Das Ei war inzwischen angebrannt. Da die Küchentür offen stand, erreichte der Rauch ein paar Sekunden später den Rauchmelder, der nun lautstark seiner lebensrettenden Funktion nachkam. Der Mäuserich Florentino war mit einem Satz auf den Beinen und auch Markus brach eilig das Telefongespräch ab. Beide rannten in die Küche, in der die stark rauchende Pfanne auf dem Herd stand. Gerade entstanden die ersten Flammen. Florentino schnappte sich sofort das Pizzablech aus Metall, welches noch neben dem Herd lag und deckte damit die Pfanne ab und schaltete dann den Herd aus. Das Blech war leicht genug, so dass er es problemlos anheben konnte. 7 Markus riss das Fenster auf, ergriff die Pfanne mitsamt der Abdeckung am Stiel und brachte sie auf den Balkon. Dem Mäuserich saß der Schreck ordentlich in den Gliedern und der Rauchmelder piepste immer noch. 8 Markus stieg auf einen Stuhl, um ihn von der Decke zu holen, denn diese Geräte besitzen keinen Ein-und Ausschaltknopf und können lediglich durch das Entfernen der Batterie zum Schweigen gebracht werden. Er hatte es gerade geschafft, den Rauchmelder aus der Halterung zu drehen, da rutschte ihm das Gerät aus der Hand, fiel zu Boden und zerbrach in Einzelteile. Florentino sammelte alles zusammen und schaute sich anschließend die einzelnen Bruchstücke ganz genau an. Die Abdeckung des Rauchmelders war zerbrochen und man konnte nun das Innere des Gerätes sehen. Der Mäuserich nutzte die Gelegenheit natürlich sofort und entdeckte die Batterie, ohne die der Melder nicht funktionierte, da er keinen Stromanschluss hat, außerdem erregte ein schwarzer Zylinder seine Aufmerksamkeit. Er fragte Markus, was darin sei, denn dieses Teil hatte den Sturz unbeschadet überstanden. Markus zog sein Handy aus der Tasche und zeigte Florentino zwei Bilder, damit er sich besser vorstellen konnte, wie ein Rauchmelder funktionierte.
Sein kleiner Freund sollte ja die Angst vor dem Gerät verlieren. „Also das, was du hier auf den Bildern siehst, ist das Innere dieses kleinen schwarzen Zylinders, natürlich 10 um ein vielfaches größer. Im Inneren befindet sich ein ganz kleiner Lichtstrahl, der eine Lichtschranke bildet.“, erklärte Markus geduldig. „Im rauchfreien Zustand passiert nichts, außer dass das kleine Lämpchen (grüner Punkt , Bild 1) in bestimmten Zeitabständen blinkt und die Lichtschranke (gelbe Pfeile, Bild 1) geschlossen ist. Dann gibt es noch eine Fotodiode (violettes Quadrat, Bild 1), die aber erst zum Einsatz kommt, wenn Rauch in den Melder eindringt. Brandrauch ist sehr heiß und steigt daher schnell in die Höhe. Deshalb werden diese Melder auch an der Decke befestigt…
© Carolin Hachtel